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Swatch Group – Part 1

Einführung:
Die Swatch Gruppe, mit Sitz in Biel in der Schweiz, hat sich seit ihrer Gründung zu einem der weltgrößten und vielfältigsten Hersteller und Händler von Uhren entwickelt. Die Produkte sind in mehr als 16 000 Läden erhältlich. Diese Läden werden meistens im eigenen Namen geführt oder sind durch eine Franchise abgedeckt.

Swatch hat eine einzigartige Wertschöpfungskette. Das Unternehmen kontrolliert das Design, den Einkauf der Produkte, die Produktion und den Verkauf ihrer Produkte. Dies schafft dem Unternehmen einen gewissen Vorteil, um Spitzenprodukte unter dem tatsächlichen Marktpreis anbieten zu können.Die Gesellschaft deckt das ganze Marktsegment ab. Sie bietet low-cost (kostengünstige) und den Modetrends unterworfene Modelle an, durch die Marken von Swatch und Flik-Flak. Das Mittelklasse-Segment beinhaltet die Marken Longines,Tissot und Omega. Und das Luxus-Segment wird durch die Marken Breguet, Harry Winston, Blancpain, Glashütte Original abgedeckt. Nebst der Produktion von Uhrenwerken und Bestandteilen für den eigenen Gebrauch, produziert die Gesellschaft auch Bestandteile, die in der Medizintechnik sowie in der Automobil-Industrie Gebrauch finden.

Etwas mehr als 52 % des Verkaufserlöses stammt aus Asien, wovon 20 % auf China entfallen. Diese Region stellt den Wachstumsschwerpunkt des Unternehmens dar. In Europa erwirtschaftet die Gesellschaft etwa 35 % des Umsatzes, in Amerika circa 9 %, in Japan circa 3 % und in Afrika in etwa 1 %.

Das bilaterale Handelsabkommen zwischen der Schweiz und China wird für Swatch als grundsätzlich gut erachtet. Über einen Zeitraum von 10 Jahren werden die Import-Zölle um 60 % reduziert. Dies ermöglicht Swatch, die Marktposition weiter auszubauen. Es wird erwartet, dass die asiatischen Verkaufserlöse um circa 8 % während der nächsten 5 Jahre wachsen werden. Demnach wird der asiatische Raum bis 2018 für circa 60 % des Verkaufserlöses verantwortlich sein.

Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1983 hat die Geschäftsleitung stets bewiesen, dass sie eine Visionär-Strategie hat und diese auch in einem sehr hochsensiblen Konsumentensektor zu implementieren und auszubauen weiß. Die größten Risiken der Gesellschaft umfassen makroökonomische Schwankungen, basierend auf negativen wirtschaftlichen Grundlagen, Fälschungen, Wechselkursrisiken und schnell wechselnden Verbrauchernachfragen.

 

Stärken- und Schwächen-Analyse / Fundamental-Analyse:
Stärken

  • Swatch verfügt über eine sehr gute Bilanz, die Gesellschaft hat ein Barvermögen von rund CHF 1,5 Milliarden. Diesen Betrag kann für R&D sowie auch für weitere Zukäufe gebraucht werden.
  • Seit dem Jahre 2009 ist das investierte Kapital stets gestiegen. In einem gleichen Ausmaß steigt das Betriebseinkommen.
  • Die Gesellschaft kontrolliert und verteidigt aktiv die Wertschöpfungskette.
  • Die Gesellschaft profitiert von ihrem Markenzeichen und dem Produkt-Siegel „Schweizer Produkt“.  

Schwächen:

  • Der Verkaufserlös ist asienlastig.
  • Swatch hat kürzlich auf die Swiss-GAAP-Berichterstattung umgestellt.
  • Die Verkaufserlöse in Europa und Amerika stagnieren.
  • Die sehr komplexe Unternehmensstruktur, mit mehr als 160 verbundenen Unternehmen, ermöglicht sehr schwer, die effektiven Wachstumstreiber festzustellen.