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Adidas AG (ADS)

Adidas – Einführung

Adidas AG ist ein führendes Unternehmen für Sportwaren-Artikel. Adidas entwirft, entwickelt und vermarktet Sportbekleidung und Zubehör. Die Gesellschaft erweitert ihr Geschäft organisch sowie durch Akquise. Ihre bedeutendsten Akquisitionen waren TaylorMade (im Jahr 1997) sowie Reebok (im Jahr 2006). Die Adidas AG erwirtschafte ihre Einnahmen rund um den Globus, d. h. Westeuropa 27 %, Asien 27 % (davon circa 11 % in Großchina), Nordamerika 23 %, europäische Schwellenländer 13 % und Lateinamerika 10 %. Die historischen EBIT-Margen von Adidas liegen bei rund 8 %. Für die Zukunft plant die Gesellschaft eine bedeutend bessere EBIT-Marge. Für das Jahr 2015 wird die EBIT-Marge auf 10,5 % prognostiziert und für das Jahr 2020 sind 17,5 % geplant.

Die Sportartikel-Industrie wird voraussichtlich vom gut strukturellen und demografischen Rückenwind profitieren können. In westlichen Ländern sowie in Japan und Korea wird die Bevölkerung mehr Geld für ein „gesünderes Leben“ und für sportliche Aktivitäten ausgeben. Währenddessen werden in Entwicklungsländern immer mehr Menschen versuchen, den westlichen Lebensstil zu imitieren. Es ist davon auszugehen, dass die beiden wichtigsten Spieler im Feld, Adidas und Nike, weiterhin versuchen werden, das Verhalten der Verbraucher in den kommenden Jahren zu beeinflussen. Die Schlüsselfrage für diese beiden Konkurrenten ist: Wie können sie die Kosten der Inflation kontrollieren und ausnutzen? Um solche Faktoren auszugleichen, werden die Unternehmen ein höheres Maß an fortgeschrittener Technologie und Robotik implementieren. Adidas ist führend in diesem Bereich.

Adidas hat vor Kurzem den Gesamtmarkt aufgrund einer Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2014 und einer niedrigeren Projektionen für das Jahr 2015 enttäuscht. Kurzfristig ist diese Ankündigung in einem positiven Umfeld sehr enttäuschend. Jedoch darf man hier den längerfristigen Ausblick für Adidas nicht unterschätzen. Durch strukturelle Verbesserungen (d. h. die verstärkte Verwendung von Spitzentechnologien und Robotik) ist das Unternehmen bestrebt, ein Gewinnwachstum von 20 % bis Ende 2020 zu erreichen. Dieses Ziel sollte zu erreichen sein, weil … 

  1. … Adidas verwandelt das aktuelle Vertriebsnetz; ein komplettes Direktvertriebsnetz mit einem E-Commerce-Portal ist geplant. Die E-Commerce-Aktivität, die derzeit nur etwa € 160 Millionen oder 1 % des Umsatzes darstellt, wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020 auf € 2,8 Milliarden wachsen.
  2. … die globalen und weltumfassenden Wachstumstreiber werden sich verstärken. Dazu gehören a) eine zunehmende Fokussierung auf Gesundheit und Wellness, b) die Mittelschicht wird weiterhin wachsen und c) um Marktanteil zu gewinnen, wird Adidas weiterhin gezielte Akquise durchführen und auf organischer Basis wird das Unternehmen vermehrt bestehende Kapazitäten besser ausnutzen.

Derzeit wird die Aktie der Adidas AG auf einem 8-Jahres-Tief (im Vergleich zu den wichtigsten Rivalen) gehandelt. Des Weiteren wird die Aktie des Unternehmens mit einem Rabatt von 10 % (auf einer Lease-bereinigter EV/EBITDA-Basis), gegenüber der Vergleichsgruppe getauscht.

Stärken- und Schwächen-Analyse / Fundamental-Analyse:
Stärken:

  • Der Bekanntheitsgrad der Adidas AG ist extrem hoch.
  • Die steigenden Rohstoffe-Preise werden durch höhere Betriebseffizienz sowie durch den Einsatz von Spitzentechnologie und Robotik aufgefangen.
  • Der Betriebsbereich der Adidas AG ist Teil eines starken säkularen Wachstumstrends. Der Schwerpunkt der Verbraucher liegt bei einem gesunden und aktiven Leben.
  • Es wird erwartet, dass die Dividendenerhöhungen im oberen Bereich bei 20 % bis 40 % liegen werden.
  • Als Ergänzung zu seinen Verkaufsläden entwickelt Adidas ein hocheffizientes E-Commerce-Vertriebsmodell.   


Schwächen:

  • Adidas ist stark dem globalen Konsumenten- und Verbrauchervertrauen ausgesetzt. Ein langsameres Umsatzwachstum würde dazuführen, dass weitere Verzögerungen in der Verwirklichung der Wachstums-Strategie entstehen.
  • Das Umsatzwachstum ist stark von der erfolgreichen Einführung des E-Commerce-Portals sowie von einer guten und effizienten Geschäftsführung abhängig. Beide Ziele gemeinsam zu erfüllen, wird schwer umzusetzen sein.
  • Etwa 50 % des Umsatzes der Adidas AG stammt aus Entwicklungsländern. Somit ist das Unternehmen starken EM FX-Schwankungen ausgesetzt. Mit der Einführung des QE-Tapering, welches potenziell zwischen 2014 und 2015 stattfindet, sind starke FX-Schwankungen zu erwarteten, welche das Betriebsergebnis vermindern werden.
  • Eine träge Umsatzentwicklung, aufgrund einer anhaltenden Konjunkturschwäche, wird die Unternehmensbewertung um etwa 15 % mindern.
     

Investment opportunity / Portfolio-Management und Einstufung der Gesellschaft:​ 

Prozessevaluation Ranking
Operationelles Risiko: Unter dem Durchschnitt
Erwarteter Umsatzwachstum: Weit über dem Durchschnitt
Langzeit-Leistungs- u. Einflussbereich: Sehr gut
Wettbewerbsvorsprung: Durchschnitt
Führungsqualität: Durchschnitt
Finanzielle Stärke: Durchschnitt
Anlageorientierung: Gruppe «Best-in-Class»:

Emerging Market Exposure,
Energy, Shale gas

 

Preisstellung:

Kaufen: Nur für Kunden
Verkaufen: Nur für Kunden
Stop-Loss: Nur für Kunden
Fair Value: Nur für Kunden