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ams AG

Beschreibung: 
ams AG (Austriamicrosystems) arbeitet im Bereich der Planung, Entwicklung und Produktion von leistungsstarken Halbleiter-Erzeugnissen. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Graz (Österreich) und beschäftigt rund 1 100 Mitarbeiter. Die Produkte von ams gliedern sich in die Bereiche von Analog und Analog-Intensive Mixed-Signale ein.

Die Gesellschaft konzentriert sich auf die Entwicklung von Anwendungen mit geringem Energieverbrauch, welche über einfache Funktionsintegration und Programmierung verfügen. Die Produktpalette geht von der Strom- und Lichtverwaltung über optische Sensoren, Audioschnittstellen, mobiles Entertainment, Sensorik und Automatisierungstechnik, Messungen, Lösungen für den Fernzugriff auf Fahrzeuge usw.

Die Kunden von ams kommen aus dem Segment „Kommunikation“: Apple, Nokia, SanDisk, Nvidia, Samsung LG, Philips usw. Dem Segment „Industrie und Medizin“: Siemens, Philips, Thales, Honeywell usw. Dem Segment „Automobilindustrie“: Continental-Siemens, Delphi usw. Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen: Kommunikation 56 %, Industrie und Medizin 25 %, Automobilindustrie 10 % und Gießereien (Foundry) 8 %. 

Ams hat einen relativ neuen CEO. Er trat der Gesellschaft mit der Akquisition von TAOS bei (es handelt sich um den ehemaligen CEO von TAOS). Man erwartet von ihm, dass er das Technologie-Geschäft versteht, da es sich bei TAOS um einen Spin-off von Texas Instrument handelt. Durch das Geschäft mit optischen Sensoren hat ams die Verbindung zu Apple geschaffen. 

Stärken- und Schwächen-Analyse:
Stärken:

  • ams profitiert im vollen Maß von der Nachfrage im Bereich Smartphone & Tablets.
  • ams hat einen hohen Auftragsbestand.
  • ams ist in den meisten attraktiven Halbleitermärkten engagiert (MEMS, UTAF, RFID, NFC und optischen Sensoren)
  • In den nächsten Jahren rechnet ams mit einer jährlichen Wachstumsrate von 10 %.
  • Die Einnahmen verteilen sich gut zwischen TAOS 24 %, Konsumenten-Kommunikationssystemen 24 %, Gießereien 8 %, Automobilindustrie 10 %, Industrie und Medizin 25 %; Regional aufgeteilt ergibt sich folgendes Bild: Emerging Markets 48 %, Amerika 10 %, Europa, Naher Osten und Afrika: 42 %.
  • Zum größten Teil handelt es sich bei ams um organisches Unternehmenswachstum.
  • Das EPS-Wachstum befindet sich bei rund 20 %, die langfristige EBIT-Marge (EBIT = Gewinn vor Zinsen und Steuern) liegt bei 20 %; dies wird vom Markt nur teilweise anerkannt.

Schwächen:

  • ams verkauft rund 1 Mrd. Mikrofon-Anlagen (MEMS Systems) und kontrolliert damit 80 bis 90 % der Marktnachfrage. Eine Veränderung der Konsumentenstimmung beeinflusst die Kapazitäten-Auslastung und damit die Wachstumsmarge.
  • Ein großer Teil der Einnahmen stammen von einer kleinen Anzahl von Kunden; Apple ist für rund 25 % des Umsatzes verantwortlich.
  • In den letzten Quartalen wurde kein Produkt neu innoviert; jegliche Entwicklung hängt von den Hauptkunden wie Apple, Samsung ab. 
  • Forschungskosten steigen weiterhin mehr als erwartet.
  • Der Einsatz von NFC hat noch keinen klaren Gewinner herauskristallisiert. Vielleicht können die Forschungs- und Entwicklungskosten nicht wie gewohnt amortisiert werden. 

Firmenprofil, Investitionsgelegenheit und Integration in die Vermögensverwaltung: 
Operationelles Risiko: Durchschnittlich
Erwarteter Umsatzwachstum: weit über dem Durchschnitt 
Anlageorientierung: Gruppe „Globale Strategien“ und „Best in Class“, 
„European Technologies“

Verwendete Abkürzungen:
UTAF: ultra-thin autofocus = ultradünner Autofokus RFID: radio-frequency identification = Funkwellenidentifikation
NFC: near field communication = Nahbereichskommunikation
MEMS: micromechanical systems = mikromechanische Systeme