Beschreibung:
Die Daimler AG entwickelt, fertigt und verkauft Premium-Fahrzeuge, Kleinwagen, Busse, Lastkraftwagen. Und das Unternehmen unterstützt mit ihrem Namen aktiv ein Formel-1-Team. Die Gruppe beteiligt sich am Aktienkapital von Renault und Nissan mit 3,1 %, mit 7,5 % am Industriebetrieb EADS/Airbus, hält einen Anteil von 38,5 % an Tognum, ein Joint Venture mit Rolls-Royce. Auf der anderen Seite ist der Staat Kuwait mit 7,6 % des Aktienkapitals an Daimler beteiligt sowie Renault und Nissan mit jeweils 1,55 %. Und die Daimler AG ist mit dem chinesischen Automobilhersteller Beijing Automotive ein JV eingegangen.
Die Gruppe entwickelt und führt die Markenamen: Mercedes-Benz, Maybach, Smart, Freightliner, Sterling, Setra und Fuso.
Die Gesellschaft ist hauptsächlich im oberen Klassenbereich des Fahrzeugmarktes ansässig. Und bis zum Jahr 2000 konnte sich das Unternehmen diese Position relativ gut behaupten. Jedoch seit diesem Zeitpunkt machen andere Anbieter der Daimler AG ihre Position streitig. Dies sind: die Volkswagen-Gruppe (Audi, Bentley, Bugatti, Ducati, Lamborghini, MAN, Porsche, Scania, Seat, Skoda und Volkswagen) sowie der Autohersteller BMW. Aufgrund dieses Konkurrenzdruckes hat das Unternehmen Daimler in den letzten Jahren vermehrt Fehlentscheidungen getroffen, was aus den schwachen Betriebskennzahlen der letzten Jahre hervorgeht. Jedoch die letzten Quartalszahlen (Umsatz: € 29,7 Milliarden) lassen hoffen, dass endlich eine Trendwende stattgefunden hat. Der Verkaufsumsatz war 5 % höher als die Konsensschätzungen der Analysten. Dies verdankt das Unternehmen hauptsächlich seinen Modellen der E-, S- und C-Klasse. Die A-Klasse ist und bleibt das Sorgenkind der Daimler AG.
Basierend auf den erwarteten ökonomischen Entwicklungen (intern in der Gruppe und extern durch die weltwirtschaftlichen Verbesserungen) hat Daimler viel Aufholspielraum. Die gegenwärtigen Schlüsselzahlen der Gruppe sind attraktiv: Daimler handelt mit einer Ratio von 0.4x ihrer Verkaufszahlen, 4.4x EBITDA, 6x EBIT und einem P/E von 10. Die letzten Quartalszahlen zeigen, dass mit einem bereinigten EBIT von € 2,5 Milliarden, sich der Erfolg wieder einstellen wird. Diese Kennzahl ist um 25 % höher als die Durchschnitts-Erwartung aller Analysten.
Stärken- und Schwächen-Analyse / Fundamental-Analyse:
Stärken:
- Daimler hat ein gutes Portfolio an bewährten Markennamen, der Gruppenführer ist die Marke „Mercedes“
- Unterdurchschnittliche Leistungen in einigen Wagenklassen wurden erfasst und behoben, die Resultate sind bereits sichtbar.
- Der gegenwärtige Investitionsaufwand soll ab 2014 noch bessere Resultate erzielen.
Schwächen:
- Die A-Klasse bleibt das Sorgenkind der Daimler AG.
- Der Fahrzeugmarkt ist sehr zyklisch orientiert. Außerdem kommt dazu, dass Umweltschutzmaßnahmen einbezogen werden müssen und staatliche Vorschriften immer mehr Einfluss auf die Aktiengesellschaft hat.
- Angesichts der reduzierten Verfügbarkeit von Krediten (wegen den Deleveraging-Aktivitäten bei Kreditinstituten und Banken) wird der zukünftige Verkauf von Neuwagen im Premium-Segment stark unter Druck kommen. Viele Konsumenten werden auf ein billigeres Auto mit deutscher Qualität umsteigen.
- Für die Entwicklung eines neuen Modells werden die Gesamtkosten auf circa € 6 Milliarden geschätzt. Nach den Fehlentscheidungen und Problemen mit der A-Klasse kann sich Daimler keine weiteren Patzer mehr leisten.
