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Gibt es bis ins Jahr 2015 eine Lösung für die Heilung von Demenz?

Investitionsthema: Gesundheitswesen und die damit verbundenen Dienstleistungen – Ist der Sektor in der Lage, bis 2025 eine Therapie zur Heilung von Demenz  zu erarbeiten?  

Investitionsthema: Gesundheitswesen und die damit verbundenen Dienstleistungen – Ist der Sektor in der Lage, bis 2025 eine Therapie zur Heilung von Demenz  zu erarbeiten?Eine immer älter werdende Weltbevölkerung stellt eine Reihe von neuen Herausforderungen an die Gesellschaft! So zum Beispiel: a) die soziale Schieflage zwischen der jüngeren und älteren Generation (in manchen Ländern haben Rentner mehr Geld zur Verfügung, um die täglichen Anforderungen abzudecken als die jüngere Generation, die arbeitet), b) bald wird es mehr Rentner als arbeitende Menschen geben), c) unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen, wie und wo gelebt werden soll und d) tägliche politische und wirtschaftliche Entscheidungen werden nur mit einem unmittelbaren Ziel getroffen, d. h. Anforderungen und Erwägungen, um langfristige Ziele zu erreichen, werden ignoriert. Nichtsdestotrotz ist die Frage der persönlichen Gesundheit und des eigenen Wohlbefindens für jeden von uns von grundlegender Bedeutung.

Unternehmen im Gesundheitswesen haben schon vor langer Zeit die großen Chancen, die im Zusammenhang mit den Veränderungen der Lebensweise entstehen, aufgedeckt und versuchen diese Änderungen zu begleiten. In der Tat, eine erhöhte Lebensdauer bietet eine Reihe von ausgezeichneten Langzeit-Wachstumstrends. So zum Beispiel werden Behandlungen für Schlaganfälle, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz neu entwickelt. Während wissenschaftliche Fortschritte für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Krebs gemacht wurden, gab es vor Kurzem eine Reihe von Rückschlägen in der Forschung der Alzheimer-Krankheit. Tatsache ist, dass heute noch keine wirksame Behandlung für Demenz auf dem Markt verfügbar ist. Warum?

Heute ist bekannt, dass die erste Phase der Demenz bereits 14 bis 16 Jahre vor Erreichen des eigentlichen Krankheitsbildes stattfindet. Die Anfangsphase richtig zu erkennen, ist für die Forschung und Entwicklung sehr schwierig. Diese erste Phase dauert im Durchschnitt bis zu 7 Jahre und bekundet sich meistens nur mit kurzfristigen Gedächtnisstörungen. Dieses Symptom, welches jeder von uns von Zeit zu Zeit hat, führt nicht automatisch zur Demenz!

Nach einem Bericht der WHO wird die Anzahl der Demenzerkrankungen bis zum Jahr 2013 von gegenwärtig 33 Millionen auf 66 Millionen Menschen und bis zum Jahr 2050 sogar auf mehr als 110 Millionen Menschen ansteigen. In der gleichen Zeitspanne werden die direkten Kosten, die im Zusammenhang mit der Betreuung von Patienten stehen, von rund USD 214 Milliarden (heute) auf USD 1,2 Trillionen ansteigen.

Viele der großen Pharmaunternehmen befinden sich derzeit in einer Sackgasse mit ihren Entwicklungen im Bereich Demenzerkrankungen. Ihre Hypothese, den Gehirn-Zelltod zu vermeiden, welcher für das Vorkommen von Plaques und Tangles und zum Verlust von kognitiven Fähigkeiten führen soll, konnte nie richtig und entscheidend erwiesen werden. Dennoch wurden weitere Unmengen von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Behandlung von Demenz gemacht. Alle mit einem begrenzten Ergebnis! Kleinere und spezialisierte Firmen, meistens Start-ups, machen heute schnellere und bessere Fortschritte. Diese Gesellschaften konzentrieren ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf die Anfangsphase der Krankheit. Als Grundlage ihrer Arbeit dienen Analysen von großen Datenmengen (Big Data). Die Vorteile dieser Strategie sind die Folgenden:

  • Die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittel-Überwachungsbehörde (FDA) befürwortet diese Strategie. Sie wird möglicherweise dazu bereit sein, Produkte für die Behandlung von Alzheimer in der Früh-Phase mit kleineren Hürden auf dem Markt zuzulassen.
  • Die Behandlung von frühen Anzeichen des Verlustes von kognitiven Funktionen kann dazu führen, dass eine vollständige Rehabilitation der Gehirnfunktion wieder ermöglicht wird. Das ist bei allen verfügbaren Medikamenten für die Behandlung von Alzheimer in der Phase 2 und 3 nicht der Fall.

Angesichts der möglichen Größe des Marktes in den kommenden Jahren, könnte es sinnvoll sein, sich Kandidaten zuzuwenden, die entweder in einer weit fortgeschrittenen Situation (meist kleinere Unternehmen) sind, oder sich in größeren Unternehmen mit einem starken finanziellen Engagement für Alzheimer zu engagieren. Neueste Hinweise deuten darauf hin, dass größere Pharmagesellschaften kleinere – vorab die aussichtsreichsten – Kandidaten aufkaufen. Dieser Weg wird auf jeden Fall für Unternehmen zu einem Zwang, welche eine bestehende Markt-Exposition haben, aber in einer Sackgasse mit ihren eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten stecken.

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