Telekommunikations-Sektor – falscher Start ins Jahr 2014?
Seit Beginn dieses Jahres konnte der Telekommunikationsmarkt den erwarteten Leistungsentwicklungen nicht standhalten. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Diese sind:
- Der europäische Telekommunikationsmarkt hinkt den Märkten in Asien und der USA hinterher.
- Politische Einmischung, wie kartellrechtliche Vorschriften
- Mangel an Rentabilität – die Frage ist: Können Festnetz-Betreiber von einem Super-Fast-Breitband-Betrieb einen Nutzen ziehen und wie können sie am mobilen Markt Anteil gewinnen?
- Ein Neustart einer schrittweisen Investitionsstrategie steht aus (es gibt einen Investitionsstau, der auf rund 20 bis 25 Milliarden Euro geschätzt wird).
- Neue Marktteilnehmer gewinnen rascher und mehr Marktanteile als bestehende Betreiber.
Es wird geschätzt, dass ein großer Teil der Markt-Wertschöpfung bereits schon erreicht worden ist. Die Höhe der Wertschöpfung bewegt sich in der Region von € 60 Mrd. (€ 18 Mrd. bezüglich Fusionen und Übernahmen, € 18 Mrd. aufgrund von Kosteneinsparungsprogrammen und € 25 Mrd. aufgrund von Preiserhöhungen).
Es gibt immer noch ein paar verborgene Perlen:
- Kabel-Anbieter sind besser positioniert, um eine Wertschöpfungsstrategie zu verwirklichen. Sie profitieren von einem technologischen Vorteil (Liberty Global)
- Herausforderer werden mehr Marktanteile ergattern (Iliad)
- Globale Unternehmen, wie Telecom Italia, haben mehrere Geschäftsvarianten offen (Spin-off, Konsolidierung).
Quick-link zu Gesellschafts-Analysen: Telecom Italia, Telekom Austria
Sektor-Analyse: Die Wiedergeburt des Telekom-Sektors
