Gesellschafts-Beschreibung:
Das Unternehmen SFS, mit Sitz in Heerbrugg (Schweiz), ist ein weltweit tätiger Entwicklungs-, Hersteller- und Vertriebspartner von anwendungsoptimierten Befestigungs- und Bändersystemen sowie Präzisionskomponenten. Die Produkte werden in der Bauindustrie inklusive der mechanischen Befestigungstechnik, in der Automobilindustrie, in der Luftfahrt, in der Tiefziehtechnik, in der Kaltmassivumformung, in der Spritzgießtechnik und in der Technologie eingesetzt. Die Gesellschaft ist in 3 Gruppen aufgeteilt: Technisierte Bauteile (Engineered Components), Befestigungssysteme (Fastening Systems), und Vertrieb. Die Gesellschaft verfügt über rund 100 Produktions- oder Verkaufsstandorte.
Das Familienunternehmen SFS wuchs bis heute fast ausschließlich aus organischer Art. Kürzlich erfolgte der Kauf der Unisteel, mit welcher die SFS einen großartigen Eintritt in die Miniaturbefestigungstechnik für elektronische Geräte, wie Smartphones und Festplattenspeicher, verschafft.
Investmentsituation und Anlageidee:
Das auf Befestigungstechnik und Logistik/Handel ausgerichtete St. Galler Unternehmen wird in der ersten Mai-Woche zum ersten Mal an der Schweizer Börse gehandelt. Der Zeitpunkt erscheint als günstig. Denn insgesamt kann die Firma Aktien im Wert von circa CHF 500 Millionen bis CHF 700 Millionen platzieren. Gegenwärtig liegt der Buchwert einer Aktie bei circa CHF 42,00 bis CHF 45,00. Somit ergibt sich ein Gesamtwert der Gesellschaft von etwa CHF 2 Milliarden bis CHF 2,4 Milliarden. Die zwei Gründerfamilien werden nach der Publikumsöffnung eine Mehrheit von 55 % halten, die Mitarbeiter circa 10 % und die restlichen 35 % werden auf dem Markt platziert.
Die SFS verfügt über eine gute Forschungs- und Entwicklungsstrategie, welche den Kontakt zu seinen Kunden sucht. Dies fördert die Kundentreue und erhöht somit die Eintrittsschwelle für mögliche Konkurrenten. Die Produkte sind von Weltklasse und haben einen hohen technologischen Stellenwert. Die Anwendung der Produkte der SFS verkürzt die Einsatzzeit und somit die Kosten für den Endverbraucher. Das Substitutionsrisiko für die Gesellschaft beinhaltet: alternative Befestigungsmethoden (Klebebänder), alternative Produkte (Polymeren und Kompositen) und anderswertige Produktionstechnologien (intern).
Die SFS hat eine gut diversifizierte Kundenbasis. Die direkten Konkurrenten auf dem Weltmarkt sind Gesellschaften wie: Alcoa, Bossard, Hilti, Illinois Tool, Koch, MasterFix, VVG, Würth, Nippon Industrial Fastener etc.
Durch die Akquisition der Unisteel, welche Miniaturbefestigungselemente für Endverbraucher wie Apple herstellt, katapultiert sich die Gesellschaft deutlich in ein neues Zeitalter. Durch den Mittelfluss könnten weitere Akquisitionen im asiatischen Raum erfolgen. Somit könnte die SFS zu einem Zulieferer von Minischrauben für andere High-Technologie-Firmen wie Asutsek, Samsung oder LTE werden. So könnte sich die Gesellschaft grundsätzlich von ihrem traditionellen Geschäft langfristig abwenden und zum besten Technologie-Spezialisten werden.
Die Rentabilität der SFS ist sehr gut. Im Jahr 2013 erhöhte die Gesellschaft ihren Umsatz um 11,5 % auf rund CHF 1,33 Milliarden. Die EBITDA-Marge kletterte auf runde 20,3 %. Einzig Geberit weist mit 26 % eine höhere EBITDA-Marge auf. Die anderen Schweizer Branchenkonkurrenten wie Bossard und Dätwyler haben eine EBITDA-Marge von rund 14 %. Der Netto-Gewinn liegt ohne die Akquisition von Unistell bei rund CHF 128 Millionen, welches einer Marge von circa 9,6 % (6,5 % mit der Unistell).
Stärken- und Schwächen-Analyse und Fundamentale Analyse:
Stärken:
- Die SFS ist ein sehr gut geführtes Schweizer Mittelklasse-Unternehmen.
- Die SFS erarbeitete in den letzten Jahren ein erhebliches Umsatzwachstum (+11,7 % im Jahr 2012, +11,5 % im Jahr 2013).
- Die SFS verfügt über ein gutes R&D und erlangt somit eine gute Kundentreue.
- Die Wachstumschancen im fokussierten Minischrauben-Markt sind sehr gut. Diese Akquisition ist ein Meilenstein für SFS.
- Die Dividenden-Ausschüttungs-Quote liegt bei 35 % bis 50 %.
Schwächen:
- Das Geschäftswachstumspotenzial wird in Zukunft vermehrt von den allgemeinen Endverbraucherstimmungen abhängen (Automobile, Konstruktion und elektronische Geräte).
- Eine erhöhte Akquisitionstätigkeit kann möglicherweise zu Integrationsproblemen führen.
- Kann die SFS mit dem hohen Forschungs- und Entwicklungsrhythmus der Informations-Technologie mithalten und somit dem kurzen Produktzyklus gerecht werden?
- Die SFS ist sehr vom europäischen Markt abhängig.
- Der Smartphone-Markt ist starken Trendänderungen ausgesetzt. Somit kann es möglich sein, dass in Zukunft Einzelteile nicht mehr verschraubt werden, sondern gegossen werden. Somit würden circa 50 % des Umsatzes der Unistell wegfallen.
- HDDs werden durch SSDs ersetzt und somit verliert die SFS (Unistell) am Markt der Miniaturbefestigungstechnik. Dadurch fallen circa 30 % des Umsatzes weg.
- Der Gesellschaftsgang ist sehr stark von den Rohmaterialkosten abhängig.
Anlagemöglichkeiten / Investment-Möglichkeiten / Portfolio-Management und Einstufung der Gesellschaft:
| Prozessevaluation | Ranking |
| Operationelles Risiko: | Über demDurchschnitt |
| Erwarteter Umsatzwachstum: | Über demDurchschnitt |
| Langzeit-Leistungs- u. Einflussbereich: | Über demDurchschnitt |
| Wettbewerbsvorsprung: | Über demDurchschnitt |
| Führungsqualität: | Über demDurchschnitt |
| Finanzielle Stärke: | Durchschnitt |
| Anlageorientierung: | Gruppe «Best-in-Class»: Swiss companies |
Preisstellung:
| Kaufen: | Nur für Kunden |
| Verkaufen: | Nur für Kunden |
| Stop-Loss: | Nur für Kunden |
| Fair Value: | Nur für Kunden |
