Beschreibung:
Die Walt Disney Co. ist ein diversifiziertes Medienunternehmen mit 5 verschiedenen Zweigen. Diese sind: Mediennetze (Media networks), Studio Unterhaltungsangebot (studio entertainment), Freizeitparks und Resorthotels (theme parks and resorts), Konsumgüter und interaktionsfähige Medien (interactive media). Die Firma produziert eine Reihe von verschiedenen Unterhaltungsthemen, wie Spielfilme (motion pictures), Fernsehprogramme, musikalische Aufnahmen, Bücher und Magazine.
Walt Disney hält die Rechte an den bekanntesten Filmen, die jemals gemacht wurden, wie Mickey Mouse und Winnie the Pooh. Diese und andere Markenzeichen werden in Büchern, Filmen und Attraktions- und Freizeitparks unter eigener Regie oder in Drittarbeit weltweit vermarktet.
Disney macht auch über Tochtergesellschaften Realverfilmungen und Animationsfilme. Diese werden über ABC, Disney Channel und ESPN gesendet. Die Disney-Filme sind über die Disney Channels in über 100 Ländern zu sehen. Disney beteiligt sich mit 42,5 % an A&E, weitere namhafte Beteiligungen sind: The History Channel, Lifetime Networks.
Fast die Hälfte aller Einnahmen (45 %) nimmt das Unternehmen durch ihre Medienabteilung ein. Die Gruppe Freizeitparks und Resorthotels erzeugt 31 % der Einnahmen, die Gruppe Unterhaltungsangebot 13 % und die Gruppen Konsumgüter und interaktionsfähige Medien tragen mit 10 % zum Umsatz bei. Nur 25 % der Einnahmen werden außerhalb der Vereinigten Staaten gemacht. Dieser Anteil soll in Zukunft höher ausfallen, da Disney mehrere Freizeitparks und Resorthotels in Asien eröffnen wird. So zum Beispiel wird der erste Freizeitpark im Großraum Shanghai/China im Jahre 2016 mittels eines JV (link) eröffnet.
Innerhalb der Mediengruppe bietet Disney eine einzigartige Investitionsgelegenheit. Die Gesellschaft bietet einen hervorragenden konjunkturabhängigen und säkularen Wachstumstrend. Diese sind: a) konstante Margenerhöhung und b) konstantes Umsatzwachstum. Des Weiteren ist die Gesellschaft jederzeit bereit, neue Produkte und Freizeitparks zu lancieren. Jede neue Einheit wird zu einem eigenen Wachstumsträger für mehrere Jahrzehnte.
Die Rückenstütze von Disney ist die Medienbranche. Die Division ESPN erzeugt rund ¾ des jährlichen Einkommens. Einmalig an ESPN ist, dass ESPN fähig ist, konstant die höheren Kosten für Übertragungsrechte an die Abonnenten weiterzugeben. Jedoch die Übertragung von Live-Spielen allein ist nicht gewinnbringend. Die Kasse wird erst später gemacht, wenn ESPN die Spiele periodisch überträgt. Diese Gangart entwickelt Kundentreue und Audienz, dies dann schließlich Sofort-Werbeeinnahmen ermöglicht.
Insgesamt sind die betrieblichen Kennzahlen sehr gut. Die Gesellschaft könnte auch einen Fehlstart oder sogar einen Total-Verlust mit einem Film durchaus verkraften. In diesem Zusammenhang verlor Disney mit dem Film „The Lone Ranger“ etwas mehr als USD 180 Millionen. Wäre dieser Film, wie andere, zu einem Kassenschlager geworden, hätte dies Disney Einnahmen von circa USD 1,2 Milliarden bis USD 1,5 Milliarden gebracht.
Stärken- und Schwächen-Analyse / Fundamental-Analyse:
Stärken:
- Das Geschäft von Disney wird als spätzyklisch betrachtet (Ferien werden früh programmiert, aber erst später konsumiert).
- Die Pixar-Studios, welche Animationsfilme machen, gehört zur Disney-Gruppe.
- Das Filmgeschäft unterstellt sich eigenen Gepflogenheiten wie: “Der Sieger bekomment alles”.
- Disney hat eine einzigartige und eine der weltweit bedeutendsten Videothek, die nachhaltig entwickelt wird und daher konstant Einkommen in die Kasse spielen wird
- Die Freizeitparks können sehr schlecht von der Konkurrenz nachgebildet werden. Das passive Bewusstsein des Markennamens ist den Konsumenten (fast) weltweit immer vorhanden.
Schwächen:
- Die Konkurrenz versucht die dominante Stellung von Disney mit preislich billigeren Verleihfilmen zu knacken
- Die technologischen Ansprüche für die Produktion von Filmen ist sehr hoch und Anlagen müssen dauernd erneuert werden.
- Der Erfolg von Pixar beruht auf dem Namen von einer einzigen Person: John Lasseter.
- Die kleinste Geschäftsabteilung (interaktive Medien) schreiben dauernd Verlust. Wie lange noch?
- Disney kann mit der Gruppe „Konsumgüter“ angeglichen werden. Daher wird die Gesellschaft immer von großen Konsumententrends wie Verbraucherzufriedenheit, Konsumentenstimmung und Lohnsummen abhängig sein.
