Beschreibung:
Die in Chappes (Zentral-Frankreich) ansässige Vilmorin & Cie wurde im Jahre 1743 gegründet. Heute ist die Gesellschaft der viertgrößte Hersteller von Saatgut und Experte speziell in der Pflanzenbiotechnologie. Vilmorin ist Spezialist, ein sogenannter “Pure Play“, auf dem Saatgut-Markt und profitiert uneingeschränkt von langfristigen Wachstumstrends sowie globalen Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Nahrungsmittelbeschaffung. Die Gesellschaft beeinflusst die ganze Wertschöpfungskette: von der Forschung, der Entwicklung, der Umwandlung und der Kommerzialisierung.
Das Geschäftsmodell von Vilmorin spricht sehr gut auf die folgenden Punkte an: a) ein weltweiter Bevölkerungswachstum, b) eine Wohlstandsvermehrung in Schwellenländern, c) steigende Nachfrage nach mehr Nahrungsmittelqualität, d) eine steigende Nachfrage nach Fleisch und e) die konstante Reduzierung von Anbauflächen. Die Reduzierung von Anbauflächen beträgt jährlich circa 0,5 %, und noch wichtiger, der Ernteverlust (aufgrund Beschädigung und mangelnder Qualität) beträgt zwischen 40 % und 45 %.
Die Herausforderung besteht darin, Produkte zu entwickeln, welche die erste Hürde des Qualitätsprozesses überstehen und damit den Ernteverlust massiv reduzieren. Vilmorin ist dazu bestens positioniert.Es darf erwartet werden, dass das Verkaufsvolumen sich jährlich um 4 % erhöht und, dass die Preise um circa 7 % angehoben werden. Das ist leicht unter dem Markt-Durchschnitt. Die Brutto-Marge liegt bei 44 %. Diese Werte werden sich bis auf Weiteres nicht viel ändern.
Stärken- und Schwächen-Analyse / Fundamental-Analyse:
Stärken:
- Vilmorin ist ein Spezialist im Saatgutgeschäft und in der Pflanzenbiotechnologie.
- Vilmorin wird von dem Trend für bessere Nahrung profitieren können.
- Während Marktkonsolidierungen wird die Gesellschaft mit hohen Prämien gehandelt.
- Vilmorin ist ein Übernahmekandidat (TOT).
Schwächen:
- Das größte Risiko der Gesellschaft liegt bei niedrigen Preisen für pflanzliche Erzeugnisse und Agrarprodukte.
- Sicherheitsbedenken bezüglich der Biotechnologie und den genetisch veränderten Erzeugnissen tauchen immer auf, und stellen damit eine permanente Gefahr für die Rentabilität des Geschäftsmodells dar.
