Volkswagen ist einer der führenden Automobilhersteller der Welt und der größte Anbieter und Fabrikant in Europa. Pkws und leichte Nutzfahrzeuge erbringen rund 71 % der Einnahmen, Lkw und Busse 18 % und Finanzdienstleistungen 11 %. Die Gruppe umfasst 12 Marken: Volkswagen, Audi, SEAT, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN. Auf dem Pkw-Markt erarbeitet die Gruppe einen weltweiten Marktanteil von über 13 %. Mit einem Marktanteil von über 25 % im Pkw-Bereich hat Volkswagen eine hohe Präsenz in Westeuropa. Gleichzeitig nimmt der Umsatz in Asien zu. Aufgrund der hohen Produkt-Qualität widerspiegeln jedoch die Gruppenprodukte nur einen geringen Marktanteil.
Investitionsfall und Anlage-Umfeld
Volkswagen bewirtschaftet den ganzen Automarkt, von den preiswerten Massenmarktmarken, wie SEAT und Skoda, bis zu den klassischen Luxus-Marken, wie Bentley und Bugatti. Die Geschäftsleitung bewirtschaftet diese Strategie sehr gut und hat damit die Abhängigkeit von wirtschaftlichen Schwankungen erheblich reduziert. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Markennamen und Markenprodukte von höchster Qualität hat die Volkswagen-Gruppe stets starke Margen – auch in schwierigen Zeiten – erwirtschaftet.
Der Volkswagen-Konzern ist einer der einzigen Auto-Hersteller mit einer kompletten Modular-Strategie. Das heißt, Auto-Strukturen mit gleichen Abmessungen, wie Fahrgestell, Motor, Motor unterstützende Geräte etc., können für verschiedene Endprodukte eingesetzt werden. Diese Grundsätze werden bei all ihren Fabriken, also weltweit, angewandt. Dies bietet daher wichtige Entwicklungs- und Anwendungs-Synergien. Was dazu beitrug, dass die Gruppe die hohen Gewinnspannen in schwierigen Zeiten halten konnte.
Die negative Seite ist, hier kann man die Lkw-Diversifizierung nennen. Denn diese macht nicht mehr viel Sinn. Denn es gibt ein Überangebot auf dem Massenmarktsegment, da eine Reihe von überschneidenden Produkten um die gleichen Kunden ringen. Eine klare Stellung in diesem Sinne wäre angebracht, da Ausgaben von mehr als € 85 Mrd. in den nächsten 5 bis 6 Jahren geplant sind, um zum größten Autohersteller zu werden.
Im Jahr 2014 stieg der Umsatz des Konzerns um 2,8 % auf 202,5 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis um 8,8 % auf € 12,7 Mrd. und der EPS-Anstieg betrug 17,4 %.
Die Geschäftsführung der VW-Gruppe nimmt stets eine konservative Haltung ein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie den Ausblick für das restliche Jahr 2015 und für das Jahr 2016 als eher schwierig betrachten. Aufgrund der starken Fundamentaldaten sehen wir gegenwärtig die Volkswagen-Aktie als eine gute Anlagegelegenheit.
