Wer sind die Nutznießer im Bereich der US-Öl-Exporte?
Diese Frageverdient etwas Aufmerksamkeit! Die bestehenden Gesetzesregeln sagen, die der US-Kongress nach dem Ölschock im Jahre 1970 einführte, dass US-Erdöl-Produkte nichtexportiert werden können. Jedoch dürfen raffinierte Produkte ins Ausland exportiert und verkauft werden. Das Gesetz sagt auch, dass nurin eng begrenzten Fällendie Ausfuhr von Rohöl möglich istund dassjede Art von Handel nur über die Erhaltung einer Lizenz möglich ist. In der Zwischenzeit wurden Lizenzen nur in ganz außergewöhnlichen Fällen bei Ausfuhren nach Kanada erteilt. Aus diesem Grund hat sich bis jetzt keine US-Gesellschaft für das Öl-Export-Geschäft stark gemacht.
Der noch nie da gewesene Boom bei Öl- und Gas-Bohrungen auf US-Boden, vor allem in Regionen wie Texas, North Dakota, Utah und an anderen Stellen, haben zu einem Überangebot von ultra-leichtem Öl geführt. Wenn man bedenkt, dass Rohöl reichlich vorhanden ist und gewisse Bohrlöcher pro Tag mehr als 800.000 Barrels von ultra-leichtem Öl produzieren können, ist es keine Überraschung, dass dies zu einem Preissturz geführt hat. Daher ist die Frage „Warum kann man Öl-Produkte nicht exportieren“?, berechtigt.
Eine Reihe von Öl-Produzenten sind dieser Frage nachgegangen und sie befürworten heute, dass US-Rohöl nicht exportiert werden darf. Jedoch ist jede andere Art von Kondensat nicht von den Einschränkungen behaftet! Der Status von Öl-Kondensat wird erreicht, wenn eine Form der Verarbeitung die flüchtigen Elemente, wie Methan, Propan und Butan, entfernt. In den USA erfolgt dieser erste Reinigungsprozess bereits auf der Bohranlage. Die damit verbundenen Kosten sind nur ein Bruchteil von einer vollwertigen Raffinerie. Daher sind gewisse Gesellschaften erpicht, Kondensate auf dem internationalen Markt anzubieten. Weil Öl-Kondensate in den Vereinigten Staaten von Amerika billiger sind als anderswo, können Gesellschaften eine sichere Preis-Arbitrage machen.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die US-Ölproduktion ca. 1/10 unter der oberen Grenze von 1970. Weil neuere Explorationstechniken vorliegen, und da die Öl- und Gasförderung aus der Schiefer-Transformation für mehrere Jahrzehnte anhalten könnte, gibt es eine Reihe von Gesellschaften, die von dem Öl-Export-Geschäft besonders profitieren könnten.
| Gesellschaft | Code | Sektor | Kurspotenzial | Sharpe (FY01) |
| Pioneer Natural Resources | PXD | Öl & Gasexploration und -produktion | 53 % | 4.51 |
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Investmentsituation und Anlageidee: Pioneer ist ein in Irving/Texas basiertes Öl- und Gasunternehmen. Die Förderstätten liegen vor allem im südlichen Teil von Texas. Das Unternehmenhält auch wertvolle Entwicklungsrechte im sehr interessanten Gebiet des Permian Basin und der Eagle Ford Shale-Region. Die Entwicklung dieser Becken wird mehrere Jahrzehnte beanspruchen. Das Unternehmen ist eines der wichtigsten Befürworter für den kürzlich gefassten Beschluss, der ermöglicht, dass die PNR nicht raffiniertes ultra-leichtes Öl exportieren kann. |
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| Gesellschaft | Code | Sektor | Kurspotenzial | Sharpe (FY01) |
| Enterprise Products | EDP | Pipelines und Speicheranlagen | 18 % | 6.32 |
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Investmentsituation und Anlageidee:Enterprise Products, mit Sitz in Houston, organisiert sich als eine Partnerschaft. Die EP ist ein Öl- und Gas-Dienstleistungs-Unternehmen, sie betreibt Pipelines und Speicheranlagen, verwaltet Verarbeitungs-Anlagen für Erdgas, Kondensat und raffinierte Treibstoffe. Sie ist eines der größten Midstream-Betreiber und bietet eine komplette Wertschöpfungskette an. Das Unternehmen ist gut positioniert, um Vorteile aus den neuesten Trends (Produktion von Kondensaten für den Export) zunutzen. |
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| Gesellschaft | Code | Sektor | Kurspotenzial | Sharpe (FY01) |
| Continental Resources Inc | CLR | Öl & Gasexploration und -produktion | 66 % | 4.0 |
